Afra-Fest 2017 im Regen – Franz Mölk präsentierte die 14. Afra-Benefiz-Lithographie

Afra-Lithographie-Präsentation mit Annaliese und Günther Stecher, Franz Mölk, Landtagspräsident Herwig van Staa, Foto: Knut Kuckel
Afra-Lithographie-Präsentation mit Annaliese und Günther Stecher, Franz Mölk, Landtagspräsident Herwig van Staa, Foto: Knut Kuckel
„Zeichnen bedeutet für Franz Mölk schreiben“, schreibt Eva Gratl über den heurigen Afra-Lithographen. Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa präsentierte beim 14. Afra-Fest am Sonntag, dem 6. August 2017 in Wildermieming die Benefiz-Lithographie des Künstlers.

Abt Mag. German Erd von Stift Stams zelebrierte zuvor die Afra-Messe in einem Gartenzelt im Hause der Steindrucker-Familie Annaliese und Günther Stecher. Traditionell wird das Afra-Fest mit einer Festmesse vor der Afra-Kapelle im Wildermieminger Ortsteil Affenhausen eröffnet. Starker Regen zwang die Festgesellschaft zur Umsiedelung in das Zelt. Für die musikalische Umrahmung der Afra-Messe konnte wieder die Salinenmusik Hall unter der Leitung von Kapellmeister Robert Brunner gewonnen werden.

Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa stellte nach der Messe den Künstler Franz Mölk der Afra-Benefiz-Lithographie dieses Jahres vor. Der 1947 in Innsbruck geborene Maler und Zeichner lebt abwechslungsweise in Innsbruck und Amsterdam. Die Figuren auf den Bildern von Franz Mölk scheinen zu tanzen oder zu schweben. Sie wirken filigran. Franz Mölk lässt damit seine „Gedanken durch den Raum schweben“. Die Südtirolerin Eva Gratl versucht seine Kunst einzuordnen. Sie schreibt „Er liest Zeichnungen wie andere Bücher.“ (Aus: Ein Zeichenbuch, Südtiroler Kulturinstitut Bozen)

Für Mölk ist die Zeichnung „allgegenwärtig“. Er sagt, mit Blick auf die heute überwiegend digital geprägte Medienlandschaft, „Wir leben in einer Abbildwelt und aus der Flut aller Bilder arbeite ich weniges heraus.“ Franz Mölk lässt seine Bilder auf den Betrachter wirken. Überlässt es seiner Fantasie, sich aus Figuren und Szenen sein persönliches Bild zu machen.

Mölk gibt seinen Bildern keine Namen. Künstlerische Freiheit. Eine Besonderheit. Auch die aktuelle Afra-Lithographie trägt ausschließlich den Namen des Künstlers mit der Signatur „Franz Mölk“.

Franz Mölk hat für seine Afra-Lithographie zum ersten Mal auf Stein gezeichnet. „Das war keine einfache Angelegenheit“, sagt Herwig van Staa. „Was wir hier und heute sehen, wurde ursprünglich auf 12 schwere Steinplatten gezeichnet. Für jede Farbe wird eine Platte im Steindruck-Verfahren benötigt.“

Die Steinplatten brachte Günther Stecher – Platte für Platte – ins Atelier von Franz Mölk nach Innsbruck. Hin und zurück. „Das war eine zusätzliche Herausforderung“, so der Steindrucker.

In der Steindruckerei von Annaliese und Günther Stecher sind in den vergangenen Monaten somit unter erschwerten Bedingungen 130 Lithographien in jeweils 12 Farben entstanden. In limitierter Auflage – vom Künstler handsigniert und nummeriert. 

Die 12-farbigen Künstler-Handdrucke im Format 500 x 500 Millimeter wurden auf 350 Gramm Büttenkarton gedruckt. Preis pro Blatt: 380,00 Euro. Mit Passepartout und weißem Rahmen kostet eine Lithographie 460,00 Euro (mit Goldrahmen 535,00 Euro).

Der Reingewinn Lithographie geht an die Tiroler Frauenhäuser. Seit 2004 unterstützt die Familie Stecher mit ihrer Afra-Benefizaktion die Tiroler Frauenhäuser und den Verein „Frauen helfen Frauen“. Seither überreichten sie Spenden in einer Gesamthöhe von aktuell 384.000 Euro.

Quelle: Mieming.online, Afra-Fest 2017 im Regen – Franz Mölk präsentierte die 14. Afra-Benefiz-Lithographie, 7. August 2017

Fotos: Knut Kuckel

Über die Autorin/den Autor

Knut Kuckel

Journalist / Publizist. Herausgeber von:
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Knut Kuckel – Persönliches Webportal
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