Eine großzügige Spende aus dem Verkauf der Afra-Lithographie von Leander Kaiser konnte an die Tiroler Frauenhäuser überreicht werden. Foto: Maximilian Stecher
Eine großzügige Spende aus dem Verkauf der Afra-Lithographie von Leander Kaiser konnte an die Tiroler Frauenhäuser überreicht werden. Foto: Maximilian Stecher

15 Jahre Afra-Benefiz – Spendenrekord im Jubiläumsjahr hilft Frauen in Not

50.000 Euro brachte die Afra-Lithographie "Ich fürchte nicht" von Leander Kaiser ein. Traditionell wird der Spendenscheck im Rahmen einer Adventfeier im Hause Stecher an das Tiroler Frauenhaus und den Verein "Frauen helfen Frauen" überreicht.

Zur Adentfeier am Samstag, dem 8. Dezember 2018 sangen die „Anklöpfler“ aus Wildermieming (Leitung: Bernhard Großlercher).

„Danke im Namen der Frauen“, sagte Margret Aull, die Vorsitzende autonomes Frauenhaus in Tirol. „So eine Aktion ist nicht selbstverständlich und kann gar nicht genug gewürdigt werden.“ Gabi Plattner vom Tiroler Frauenhaus überreichte ein kleines Modellhaus als Symbol für das neue Frauenhaus, das noch im Bau ist: „Nächstes Jahr im August können wir einziehen.“ Anneliese Junker vom Verein „Frauen helfen Frauen“ sagte „Es ist für unsere Frauen und ihre Kinder nicht leicht, unterzukommen. Der Weg ist alles andere als leicht. Dort angekommen braucht es wiederum hilfsbereite Leute, die sich um die Frauen in Not kümmern und ihnen dabei helfen, in ein selbstbestimmtes Leben zurückkehren zu können.“

Die Repräsentantinnen der Tiroler Frauenhäuser bedankten sich gemeinsam bei den Künstlern der Afra-Lithgraphien, den anwesenden Käufern und der Familie Stecher, die seit 15 Jahren die Afra-Benefiz-Aktion mit wachsendem Erfolg durchführen.

Die erfolgreiche Afra-Lithographie „Ich fürchte nicht“ von Leander Kaiser wurde in 14 Farben in limitierter Auflage von 135 Stück auf Stein gedruckt. „Der Bildtitel wurde der Arie der Leonore in Fidelio entliehen“, erzählte der Künstler im Rahmen der Scheckübergabe. Allerdings im umgekehrten Verhältnis zur Afra-Benefiz-Aktion. Leander Kaiser: „Frauenhäuser schützen Frauen vor gewalttätigen Männern, in der Beethoven-Oper bewahrt eine Frau ihren Mann vor dem dem Kerker.“

Der Legende nach suchte Bischof Narcissus auf der Flucht vor der Christenverfolgung seiner Zeit Unterschlupf und fand Aufnahme in einem Augsburger Frauenhaus, das von Afra, einer Tochter aus dem Zypriotischen Königshaus betrieben wurde. Die tiefe Gläubigkeit des frühchristlichen Kirchenmannes beeindruckte Afra so sehr, dasss sie sich taufen ließ. Später setzte sich Afra besonders für in Not geratene Frauen ein. Unter dem römischen Kaiser Diokletian erlitt sie im Jahre 304 n. Chr. den Märtyrertod und wurde 1064 heilig gesprochen. 

Afra gilt in Wildermieming als Namensgeberin des Ortsteils Affenhausen, dem früheren Afrahausen. In der Nachbarschaft der Stecher-Häuser steht die Afra-Kapelle. Hier wird alljährlich das Afra-Fest mit einem Gottesdienst eröffnet.

Günther Stecher begrüßte unter den vielen Gästen den „extra aus Wien angereisten Leander Kaiser“ sowie die Afra-Künstler der vergangenen Jahre, Elmar Kopp, Nino Malfatti und Franz Mölk.

Die Steindrucker-Familie Stecher überreichte an Herwig van Staa, Martin Sailer, Klaus Trenkwalder und einige Helfer der ersten Stunde als Dankeschön für ihr Engagement bei den Afrafesten der vergangenen Jahre die Lithographie „Afrakapelle mit Hl. Afra“ von Elmar Kopp.

Als Afra-Künstler für das Jahr 2019 konnte Reiner Schiestl gewonnen werden.

Afra-Fest in Affenhausen – Die Heilige Afra schickte einen Regenguss vom Himmel

Fotos: Hubert Daum / Maximilian Stecher

Über die Autorin/den Autor

Knut Kuckel

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