Franz Pöhacker
6. Afralithographie von Franz Pöhacker
| Der Bildhauer und Zeichner Franz Pöhacker arbeitete im Atelier der Steindruckerei Stecher & Stecher in Wildermieming an der achtfarbigen 6. Afra-Lithographie „Scheinbar beflügelt“, die in limitierter Auflage zum Afrafest in Wildermieming am 9. August dieses Jahres erstmals öffentlich präsentiert wurde. Für Franz Pöhacker war die Arbeit am Stein eine Premiere. Acht Steine musste der Künstler lithographieren - für jede Farbe einen. |
Limitierte Benefiz-Lithographie
Die Afra-Benefiz-Lithographie von Franz Pöhacker mit dem Titel "Scheinbar beflügelt" kann telefonisch oder per eMail bei Stecher & Stecher erworben werden. Der 8-farbige Künstler-Handdruck, Bildformat 380 x 265 mm, wurde auf Büttenkarton (500 x 400 mmm) gedruckt, vom Künstler signiert und nummeriert. Preis pro Blatt: 330 Euro (inkl. Zertifikat). Gerahmt (weiss): 385 Euro. Kontakt: Tel. 05264-5196, eMail: office@stecher-stecher.at
Gestaltungswille zur Lithographie am Stein
Für den Bilderhauer, Zeichner und Kunstpädagogen Franz Pöhacker war es wohl so etwas wie ein zwangsläufiges Muß, einmal am Stein zu lithographieren. Der Künstler ist dem Stein verbunden. Beim letzten Afrafest formulierte er dem Steindrucker Günther Stecher gegenüber seinen ernsthaften Gestaltungswillen und damit war ausgemacht, die 6. Afralithographie muß von Franz Pöhacker kommen. Alles war zum 1. Arbeitstag vorbereitet: die Lithographievorlage, ein Probestein für erste Skizzen und der sorgfältig gehütete Stein, auf dem Franz Pöhacker lithographieren soll.
Pünktlichkeit - ein Arbeitsprinzip
Zeit und Datum waren längst ausgemacht. Mittwoch, 4. März, 11 Uhr. Punkt 11 Uhr läutet die Klingel im Hause der Steindruckerfamilie Stecher im Wildermieminger Ortsteil Affenhausen. Franz Pöhacker, in Begleitung seines ältesten Sohnes Daniel (43) tritt ein. Pünktlichkeit gehört zu den Arbeitsprinzipien des freundlichen, zurückhaltenden Künstlers. Kaffee zur Begrüßung. Am Tisch sitzen Walter und Günther Stecher. „Was macht der Gustl?“ Günther Stecher erzählt, dass er August Stimpfl am Vortag noch besuchte und der plane eine Ausstellung.
Franz Pöhacker zieht es ins Atelier
Das Begrüßungsgespräch geht auf der Ebene weiter. Die gemeinsamen Freunde und Künstlerkollegen sind das Thema. Paul Flora etwa, dem es gerade nicht so gut ginge oder Herbert Danler und andere. Franz Pöhacker steht nach knappen 15 Minuten auf. Ihn zieht es ins Atelier. Sein Arbeitsplatz im Atelier der Steindruckerei ist vorbereitet. Da liegt der Stein, Fettstifte in unterschiedlichen Größen, die Vorlage zur Lithographie, das Aquarell „Scheinbar beflügelt“. Kurze Einweisung und nach weniger als zwei Minuten sind Franz Pöhackers erste Probeskizzen auf dem Stein zu sehen.
Lithographiert wird auf dem Solenhofer Plattenkalk
Lithographiert wird auf einem Solenhofer Plattenkalk. „Der einzige Stein, der neutral ist, weil er Fett und Wasser gleichzeitig aufnimmt“, erklärt Steindrucker Günther Stecher. Das Verfahren in der Kurzfassung: Der Künstler bringt eine fetthaltige Zeichnung auf den Stein. Beim Drucken wird der Stein befeuchtet. Die nicht bezeichneten Stellen nehmen die Feuchtigkeit auf, die fette Zeichnung stößt sie ab – nimmt aber im Gegenzug die Farben an. Beim Druck wird mittels Reibepresse die Zeichnung vom Stein auf Papier übertragen.
Film-Dokumentation über Franz Pöhacker
Der Filmemacher Daniel Pöhacker dreht die Arbeitsabläufe mit seiner Kamera. Er bereitet eine Film-Dokumentation über die Schaffensphase seines Vaters von 1968 bis heute vor. Der Film soll heuer noch fertig werden, denn seine Premiere – so der Filmschaffende – ist schon Ende des Jahres im Innsbrucker Leokino geplant. Ob er nicht befangen sei, einen Film über den Vater zu drehen, fragen wir. „Ganz im Gegenteil. Das gegenseitige Vertrauen schafft Nähe und dennoch entdecke ich beim Drehen immer wieder neue Züge an ihm“, so Daniel Pöhacker.
Die Arbeit am Stein fesselt den Künstler
Franz Pöhacker arbeitet unberührt weiter. Kamera und Mikrofon laufen, wir fotografieren seine Arbeitsschritte. „Das stört mich nicht“, antwortet er auf unsere vorsorglichen Nachfragen. Das beeindruckt. Die Arbeit am Stein fesselt den Künstler. Zeichnen am Stein, sei zwar anders als die Arbeit mit Papier. „Es geht gut. Weil es mit dem Festtstift ein leicht anderes Gefühl ist als mit Kreide“, so die ersten Kommentare von Franz Pöhacker. Durch die unterschiedlichen Stiftstärken gebe es aber keine Probleme.
Fritz Wotruba war Lehrer von Franz Pöhacker
Der in Hall in Tirol lebende Bildhauer Franz Pöhacker (geb. 1927) studierte von 1950 bis 1957 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Sein Lehrer war Fritz Wotruba, der ihm künstlerisch und menschlich zum großen Vorbild wurde. Nach dem Studium findet der Künstler zu "seinem" Thema: Der Mensch. 1959 lässt sich Pöhacker als freischaffender Bildhauer in Hall nieder. Von 1972 bis 1992 unterrichtet er als Kunsterzieher am Gymnasium der Franziskaner in Hall.
Erfolgreicher Bildhauer und Zeichner
Pöhacker ist erfolgreicher Bildhauer und Zeichner. Zu seinen wichtigsten öffentlichen Werken zählen die „Große Erdfrau“ für die Innsbrucker Universitätsklink (1971), die „Große Wachsende“ (TGKK, 1977), „Lebenszeichen“ (Frauen- und Kopfklinik, Innsbruck, 1986), Altarraum der Marienkapelle der Kapuzinerkirche, Innsbruck (1994), Brunnen für die Sparkasse Hall (1991) und „Die große Kristalline“ (Kongresshaus Innsbruck, 1995). Aus Anlass des 2007 begangenen 80. Geburtstages widmete ihm das Ferdinandeum eine Ausstellung mit Zeichnungen und Skulpturen.
Die 6. Afralithographie kann vorbestellt werden
"Man muss über das Ordnungsprinzip hinaus gehen. Die Ordnung gibt nur den Takt, was darüber hinausgeht, macht den Rhythmus eines Werkes aus", sagt Franz Pöhacker, der am Freitag, dem 6. Februar, seine Arbeit im Atelier der Steindruckerei Stecher & Stecher erfolgreich beendete. „Wie hoch wird die Auflage sein?“, fragt er Annaliese Stecher beim Mittagstisch. „Vermutlich 130 Exemplare, maximal 150“. Die 6. Afralithographie „Scheinbar beflügelt“ von Franz Pöhacker kann ab sofort bestellt werden, sie wird pro Blatt 330 Euro kosten.
Franz Pöhacker "Befindlichkeiten"
Plastik und Graphik 1960-2008
Zur Ausstellung vom 10.10.08 – 25.01.2009 im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
ca. 109 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen
Herausgegeben von PD Dr. Wolfgang Meighörner
Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m.b.H.
ISBN 978-3-900083-19-9
Kontakt
Werbeagentur • Steindruckerei
Stecher & Stecher
A-6414 Wildermieming
Affenhausen 82a
Tel. 0043-5264-5196
Fax. 0043-5264-51963
E-Mail: office@stecher-stecher.at
Internet: www.stecher-stecher.at
Fotostrecke: Franz Pöhacker bei Stecher & Stecher
Fotoreportage: Knut Kuckel, eMail: office@stecher-stecher.at
Steindruckerei Stecher & Stecher, A-6414 Wildermieming-Affenhausen, Tel. 0043-5264-5196, office@stecher-stecher.at

































