ANSTATT ADLER EINE EULE – warum nicht ?

Wenn sich im österreichischen Staatswappen nicht schon ein Adler eingenistet hätte, hätte sicher eine „Eule“ diesen Platz eingenommen.
Nicht nur die alten Ägypter und Griechen bewunderten und verehrten schon diesen Götter-Vogel mit seinem markanten Rundum-Blick und der ihm nachgesagten „Weisheit“.
Auch in unserer Zeit hat die Eule, von deren Artenspektrum es weltweit weitere 250 Unterarten gibt, viele Verehrer. In Österreich sind davon 10 Arten beheimatet die bekannteste und vor allem die grösste davon ist der „Uhu“.

Nicht nur der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle ist ein Eulen-Verehrer, auch unser altehrwürdiger Kaiser Franz Joseph I (1830 – 1916) bewunderte diese majestätische Vogelart.
Siehe dazu unten den Artikel :„ So wahr es früher“ von Stefan Dietrich in der Oberländer Rundschau vom 9. September 2026.

Hoher Werkstatt-Besuch – der Tiroler Landeshauptmann kam – um hinzuschauen!

Im Rahmen der jährlichen stattfindenden Afra-Benefiz-Aktion „KUNST vom STEIN für die Tiroler Frauenhäuser mit einem „OPEN HOUSE“ besuchte am 4. September der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle mit seinem Wien-Koordinator Jakob Kathrein die Steindruckerei Stecher & Stecher in Affenhausen.

Unter den weiteren Gästen: der Künstler Roland Böck der die Gestaltung der 23. Afra-Benefiz-Lithographie übernommen hatte, sowie der Wildermieminger Bürgermeister Matthias Fink mit Ehefrau Carmen.
Lithograph und Steindrucker Günther Stecher gab den Gästen und den anwesenden Medien-VertreterInnen Einblicke in die schon fast ausgestorbene Technik des Steindruckes.
Im Mittelpunkt stand natürlich die diesjährige Afra-Benefiz-Lithographie „Plötz-Licht“ gestaltet vom Zammer Künstler Roland Böck der neben Zams auch noch in Wien künstlerisch tätig ist.

Nach dem informativen Teil bewirteten Annaliese und Günther Stecher die Gästen mit einer zünftigen Tiroler Marende bestehend aus Speck, an Kas und selbst gebackenen Vintschgerln.

Roland Böcks Gedanken zu seiner markanten 14-farbigen Eule:

„Plötz-Licht“
Die Eule – sie träumt vor sich hin und ist der Welt entronnen.
Plötzlich ein Lichtstrahl – ein Gedankenblitz.
Zeitgleich geht die Sonne auf.
Da kommt die Erkenntnis, dass es auch für sie Hoffnung gibt
und eine Chance für die Zukunft.

Nicht fehlen bei diesem Treffen durfte auch der Stecher Enkel Julian Thurner der den Verkaufserlös seiner 6. Afra-Lithographie „Kuscheltiere“ ebenfalls wieder an die beiden Frauen-Initiativen dem Tiroler Frauenhaus und dem Verein „Frauen helfen Frauen“ spendet.

SO WAR ES FRÜHER

Bevor Industrialisierung und Tourismus die wirtschaftlichen Verhältnisse nachhaltig verbesserten, wurde Tirol immer wieder von Krisen und Not heimgesucht.
Besonders im kargen Oberinntal entwickelten Menschen in früheren Zeiten jedoch größere Kreativität im Überlebenskampf.

Sehr bekannt waren die Tiroler Wanderhändler, die oft weit von ihrer Heimat entfernt alles Mögliche zum Kauf anboten. Unter den Waren, mit denen sie in die Welt hinauszogen, konnte auch schon einmal ein ausgewachsener Uhu (Bild) sein!

Heute sind die prächtigen Eulenvögel streng geschützt. Doch 1879 präsentierte ein Telfer, Alois Kirchmayer, einen Uhu in Linz und schaffte es damit sogar in die Zeitungen – allerdings hauptsächlich weil er einen sehr prominenten Käufer fand …

Am 18. Oktober 1879 berichteten die Innsbrucker Nachrichten über den Besuch von Kaiser Franz Joseph auf dem Linzer Volksfest. Im Artikel zu lesen:
Der Kaiser bemerkte den biederen Gebirgsbewohner aus Telfs, ging auf ihn zu und sprach ihn mit folgenden Worten an:
„Grüaß die Gott Tiroler, was hast du da?“ „Grüaß di Gott Majestät, an schönen großen Uhu von der Martinswand hab‘ i da. Schau’n do an, da is er!“ Der Kaiser antwortete hierauf: „Ja das ist ein schöner Kerl“ –„Schau, du kannst’n ja leicht brauch’n nach Schönbrunn.“ Replizierte der schlichte Tiroler, worauf der Kaiser freundlich lächelnd zustimmte und leutselig antwortete: „Kannst’n ja aber bringen, nach der Ausstellung,“ und empfahl sich mit den Worten:
„B’hüt Di Gott, Tiroler und bleib gsund.“ – Damit schloss der Dialog und der Kaiser setzte seinen Weg fort.“

Die Werkstattbesuche mit Führungen sind im Rahmen unseres „OPEN HOUSES“ noch bis Ende Oktober bei telefonischer Anmeldung 05264 5196 möglich.

Wir freuen uns auf Ihren, Euren, deinen Besuch
Annaliese und Günther Stecher

Fotos: Georg Larcher, Bezirksblätter Telfs; Stefan Dietrich

Anfrage-Reservierung

23. Afra-Benefiz-Lithographie 2026

„Plötz-Licht" von Roland Böck

Preis pro Blatt € 380,–
mit Passepartout und weißem Rahmen € 497,–
mit Passepartout und schwarzem Rahmen € 497,–
mit Passepartout und Goldrahmen € 557,–

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